Dresden: Wiederaufbau der Frauenkirche


Im Sommerurlaub 2002 in der sächsischen Schweiz hat uns besonders das Schicksal der Dresdner Frauenkirche bewegt:

In den Abendstunden des 13. Februar 1945 begann einer der schlimmsten Luftangriffe des 2. Weltkrieges. Die gesamte Innenstadt Dresdens sowie angrenzende Stadtteile wurden durch Bombardements der amerikanischen und britischen Luftwaffe völlig zerstört. Mehr als eine halbe Million Bomben warfen die Flugzeuge in dieser Nacht ab. Keine deutsche Flugabwehr stellte sich ihnen entgegen; die Menschen hatten keinen Schutz; öffentliche Bunker gab es nicht. Etwa 35000 Menschen starben während dieser Angriffe allein in Dresden.

historische Frauenkirche

Die Frauenkirche im 18. Jahrhundert

Bis zur Bombenzerstörung war die Frauenkirche Dresdens bedeutendste Kirche; sie war die Zierde des Neumarktes und das Wahrzeichen der Stadt. Erst in den Vormittagsstunden des 15. Februar 1945 stürzte der innen ausgebrannte Bau in sich zusammen. Mehr als vier Jahrzehnte ragte die düstere Ruine als Mahnmal in den Himmel.
Von 1993 bis 2005 war das Gelände eine riesige Baustelle, denn die Kirche sollte wieder aufgebaut werden. Ein Drittel der verwendeten Steine sind Originale, sie sind an der dunkleren Färbung erkennbar. Der Wiederaufbau wurde vor allem durch private Spenden finanziert.

Wiederaufbau

Wiederaufbau der Frauenkirche, Juli 2002

Der 13. Februar 2000 war für die Stadt Dresden ein unvergesslicher Tag. Britische Freunde übergaben in einer Feierstunde an der Frauenkirche vor 18000 freudig bewegten, aber auch ergriffenen Teilnehmern das in ihrem Land angefertigte und finanzierte neue Kuppelkreuz des Gotteshauses. Ein englischer Kunstschmied fertigte das über 7 Meter hohe Kuppelkreuz nach Originalvorlagen.

Kuppelkreuz

das Kuppelkreuz, Juli 2002

Die Dresdner Frauenkirche ist seit Juni 2004 äußerlich wieder komplett. Ein Spezialkran setzte den Nachbau der hölzernen Turmhaube mit dem goldenen Strahlenkreuz auf die Kuppel. Briten hatten dafür das Geld gespendet. Nach mehr als elf Jahren Wiederaufbau ist die Dresdner Frauenkirche am 30. Oktober 2005 geweiht worden. Bundespräsident Horst Köhler und Sachsens Landesbischof Jochen Bohl würdigten den Wiederaufbau des Gotteshauses als Symbol des Optimismus und der Versöhnung. Zehntausende Dresdner und ihre Gäste feierten den Tag mit einem "Fest der Freude".

blaues Wunder

Die Brücke "blaues Wunder" vor den Toren Dresdens am Elbe-Radweg.

In der Umgebung von Dresden ist vor allem die sächsische Schweiz sehenswert. Auch die Stadt Meißen lohnt einen Besuch. Radfahrer können sich über den gut ausgebauten Elbe-Radweg freuen und ausgedehnte Radtouren immer an der Elbe entlang unternehmen.

Text und Fotos: W. Steffen


weitere Informationen: www.frauenkirche-dresden.org

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