Die Willibaldsburg im Altmühltal


Die Burg

Majestätisch erhebt sich auf einer Bergzunge am Rand der Stadt Eichstätt die Willibaldsburg über dem Altmühltal, umgeben von einem Befestigungsgürtel. Sie war von 1335 bis ins 18. Jahrhundert repräsentative Residenz der Eichstätter Fürstbischöfe. Seit 1976 befinden sich das "Juramuseum" und das "Ur- und Frühgeschichtliche Museum" in der Burg. Dort werden die erdgeschichtliche Entwicklung der fränkischen Alb sowie 150 Millionen Jahre alte Fossilien aus Solnhofen gezeigt. Sehenswert ist außerdem der "Bastionsgarten", ein Informationsgarten, der nach handkolorierten Kupferstichen aus dem 17. Jahrhundert bepflanzt ist. Der moderne Besucher kann sich nach der Besichtigung im schattigen Biergarten des Burghofes laben und entspannen.

die Willibaldsburg

die Willibaldsburg in Eichstätt


Eichstätt

Eichstätt, das barocke Kleinod im Herzen des Naturpark Altmühltal, ist mit rund 13.000 Einwohnern Kreisstadt im Landkreis Eichstätt, Bischofsstadt und Sitz der einzigen Katholischen Universität im deutschsprachigen Raum. Südliches Flair, Heiterkeit und Aktivität der Studenten, geistliches Leben, harmonischer Zweiklang barocker und moderner Architektur, die Mischung altbayerischer, fränkischer und schwäbischer Elemente der Einheimischen und die zauberhafte Lage an der Altmühl bilden und prägen die ganz besondere Atmosphäre Eichstätts. Mit dem Auto sind es von Lebach bis Eichstätt nur ca. 390 km.

Keltische Funde deuten auf eine frühe Besiedlung hin. Der heilige Willibald, ein Angelsachse und Gehilfe des hl. Bonifatius ("Apostel der Deutschen"), gründete 741 ein Missionskloster. Wichtigstes Zeugnis der christlichen Gründerzeit ist der Dom. Von den Zerstörungen und Verwüstungen der Weltkriege blieb Eichstätt übrigens verschont.

Hauptanziehungspunkte sind heute der Residenzplatz, der als einer der schönsten Plätze Deutschlands gilt, der Dom mit Schätzen aus nahezu allen Jahrhunderten, die Wallfahrtskirche St. Walburg, wo man das geheimnisvolle Walburgisöl erhält, sowie natürlich das Wahrzeichen der Stadt, die Willibaldsburg.


Der Naturpark Altmühltal - Landschaft zum Radwandern

im romantischen Altmühltal

im romantischen Altmühltal

Schroffe Jurakalkfelsen erheben sich über die sanften Flusswindungen der Altmühl; enge Seitentäler verzaubern mit einmaliger Landschaft;  reizvolle Naturschauspiele erlebt man allerorts im Altmühltal. Mit 3000 km2 ist diese Region der größte Naturpark Deutschlands.
Der Naturpark eignet sich ideal für Wanderungen und insbesondere für Radtouren, er ist ein landschaftliches Paradies. Überall sind fernab des Straßenverkehrs Radwege ausgeschildert - aktiv entspannend nähert man sich so Land und Leuten im selbst vorgegebenen Rhythmus. Vor allem entlang der Altmühl verlaufen die familienfreundlichen, höhengleichen Wege. Viele reizvolle Orte liegen entlang des Radweges: das idyllische Kipfenberg, Solnhofen mit seinen Fossilien oder Pappenheim. Mit dem Luftkurort Pappenheim verbindet sich der von Friedrich Schiller verewigte Ausspruch Wallensteins "Ich kenne meine Pappenheimer."


Der heilige Willibald

der heilige WillibaldDie Willibaldsburg ist nach dem Bistumsgründer benannt. Willibald wurde am 22.10.700 in Südengland geboren. Seine Eltern Richard und Wunna werden ebenso wie seine Schwester Walburga, sein Bruder Wunibald und sein Onkel Bonifatius in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Er war Schüler des Benediktinerklosters Waltham. 720 begann er mit seinem Vater und seinem Bruder eine Pilgerreise nach Rom. In Lucca starb der Vater. Willibald zog nach zweijährigem Aufenthalt in Rom nach Palästina, wo er drei Jahre blieb, und nach Konstantinopel. 729 kam er nach Montecassino und wirkte beim Wiederaufbau des heruntergekommenen und verlassenen Stammklosters seines Ordens mit. 739 wurde er von Papst Gregor III. beauftragt, mit Bonifatius bei der Missionierung Deutschlands zu wirken. Bonifatius sandte ihn nach Eichstätt und weihte ihn dort 741 zum Bischof. Willibald erbaute den ersten Dom von Eichstätt und gründete eine Klosterschule. Willibald wirkte besonders unter dem bayrischen Adel, er wird deshalb auch "Bischof der Edlen" genannt. Er starb am 7. Juli 787.

Fotos: W. Steffen

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